Blesbergtour

Von nun an gings bergab

Einen ungewöhnlichen Verlauf zeigt die Höhenkurve der „GPS“-Aufzeichnung von der Wanderung am 26. August. Der Ausgangspunkt  - Gipfel des Bleßbergs – liegt  auf 866 m Seehöhe. Es folgte eine bis auf  380 m sinkende und dann wieder auf über 490 m steigende Kurve.

P8250045Zwei Kleinbusse mit 27 TeilnehmerInnen + einem Hund (Rüde) brachten uns zum Bleßberg. So viele hatten sich der Führung durch Helmut Völk anvertraut. Vom Gipfelplateau selbst aber hat man keine Fernsicht – daher wurde ja 1997 auf Initiative des ThWV Saargund ein Aussichtsturm errichtet. An diesem Vormittag schränkte aber Dunst die Fernsicht ein. Daher ging es sofort los. Über breite Forststraßen, die in weiten Bögen die Steigung überwinden, wanderten wir am Südhang allmählich abwärts. Was wir nicht bemerkten: tief unter uns verlief die „ICE“-Strecke, zweimal kreuzten wir deren Verlauf. Im oberen Bereich des Bleßberg-Südhangs gibt es eine größere waldfreie Fläche, Fernziele ließen sich aber nur schwer erkennen, darunter immerhin die Gleichberge.  Leider stürzte eine Mit-Wanderin oberhalb des Ortes Neundorf. Nach kurzer Beratung entschloss sich Wfr. Dieter Schubert, seine Frau anzurufen, um einen Transport im Auto zu organisieren. Währenddessen legten wir unterhalb von Neundorf eine Rast ein. Weiter ging es, zunächst noch durch den Wald, nach Truckenthal. Danach wurde es anstrengend: nun verlief der Weg im offenen Gelände, und es wurde doch ziemlich warm. Daher war es eine Erlösung, nun die Häuser von Schalkau zu erreichen. Da aber war es wieder ziemlich bewölkt, und es rollte unheilvoll  der Donner. Nach einem doch wieder steilen Anstieg, zuletzt über Treppen, wurde das Ziel erreicht – das Gasthaus auf der Burg Schaumberg. Dort war auch die Verunglückte eingetroffen, zum Glück hatte sie sich keine weiteren Schäden zugezogen. Nach einer ausgiebigen Schlusseinkehr holten uns die Busse wiederum ab.

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Die Burg wurde erstmals 1147 erwähnt und um 1200 von den Rittern von Schaumberg erworben. Um 1500 als moderne Festung ausgebaut, wurde sie 1635 im 30jährigen Krieg erstmals und 1640 vollständig zerstört. Seit 1990 Sanierungs- und Rückbaumaßnahmen. Es handelt sich um das größte Bodendenkmal im Landkreis Sonneberg.

Der Name „Schalkau“ soll von „Schalken“ herrühren. Ursprüngliche Bedeutung ganz einfach „Knecht“. Hier in Schalkau saßen also die Knechte der Herren von Schaumberg. Mehrfacher Bedeutungswandel des Begriffs „Schalk“ in „hinterhältig-boshaft“, später eher  harmloser Spaßvogel. Aber auch hochrangige Amtsbezeichnungen wie „Seneschall“ oder „Marschall“ sollen darauf zurückzuführen sein. Quelle: WIKIPEDIA

-hdb-

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