Wanderwege

Durch das Thüringer Schiefergebirge

Am 1. September führten uns Kerstin und Ullrich Schmidt in das Thüringer Schiefergebirge. In den Zeiten vor der „Wende“ waren für uns die Berge nördlich der Grenze einfach der „Thüringer Wald“.

Erste Begegnungen mit den Wanderfreunden von „drüben“ kurz nach der „Wende“ machten klar,   dass  zwischen Thüringer Wald und Schiefergebirge unterschieden wird. Wie der Name sagt, ist der Schiefer die vorherrschende Gesteinsart. In vielen Orten wurde dieses Material abgebaut und verarbeitet.  Die Unterart Tonschiefer ist ein hervorragendes  Material für Dacheindeckungen und  Fassadenverkleidungen. Früher wurde es  auch für Schreibtafeln verwendet.

Auf verschlungenen Wegen fuhren uns die Kleinbusse über Neustadt und Sonneberg zur „Hämmerer Ebene – Silbersattel“, dem Ausgangspunkt dieser Wanderung. Nach wenigen hundert Metern war die Röthenquelle erreicht. Kerstin Schmidt erläuterte die unterschiedlichen Schreibweisen: „Röthen“ und „Röden“ für ein und dasselbe Flüsschen, welches bekanntlich im Schlossgrund in die Itz mündet. An der Röthenquelle  gibt es eine Schutzhütte und Sitzgelegenheiten, errichtet vom Thüringerwald-Verein „Meng-Hämm“.

Der Weg führte uns einige Kilometer südöstlich talwärts durch den Wald, bis wir uns in nördlicher Richtung wieder aufwärts bemühen mussten. Für kurze Zeit ganz leichter Regen, ansonsten ideales Wanderwetter.  Nach ca. 1 ¼ Stunden erreichten wir den Weiler Wiefelsburg. Wie Kerstin Schmidt erklärte, gab es hier früher eine Einkehr-Gaststätte, aber  keine „Burg“. Mit 675 m war hier der höchste Punkt dieser Wanderung erreicht. An dieser Stelle legten wir eine kurze Rast ein. Einen kurzen Plausch gab es mit Anwohnern.

Weiter ging es dann zunächst in südöstlicher, dann südlicher Richtung. Wir folgten der „Hohen Straße“, einst eine Handelsstraße von Nürnberg nach Erfurt. Wir kamen an einer Gedenkstätte für Häftlinge des KZ-Außenlagers Sonneberg vorbei („Schustershieb“). An einer Wegkreuzung legten wir eine weitere, kurze Pause ein. Dort gibt es ein Kriegerdenkmal. Nun waren wir nicht mehr weit vom Sonneberger Stadtteil Neufang entfernt. Wir mussten diesen Ort  durchqueren. Von der Friedhofsstraße aus hatten wir da und dort einen schönen Fernblick in Richtung Coburg. Außerdem gab es hier viele schöne und typische Schiefer-Häuser zu sehen.  Dann kamen wir am Sonneberger Tiergarten vorbei. Schließlich  erreichten wir nach ca. 3 ¾ Stunden (mit Pausen) das Endziel. Der „Berggasthof Blockhütte“ erwartete uns zu einer sehr angenehmen Schlusseinkehr. Pünktlich holten uns die Kleinbusse zur Rückfahrt nach Coburg ab.

Dank an Kerstin und Ullrich Schmidt für diesen schönen Wandertag.

Länge 12,2 km – Anstieg 236m und Abstieg 254 m.

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